Wellendichtringe & Simmerringe kaufen
Radial-Wellendichtringe (RWDR) in allen gängigen Abmessungen nach DIN 3760 – Bauform A und AS, in NBR, Viton (FKM) und PTFE. Markenqualität ab Lager lieferbar.
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A-10x30x8-NBR
Wellendichtring A-10x30x8-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-110x130x12-NBR
Wellendichtring A-110x130x12-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-110x130x8-NBR
Wellendichtring A-110x130x8-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-110x135x12-NBR
Wellendichtring A-110x135x12-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-110x140x12-NBR
Wellendichtring A-110x140x12-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-110x150x13-NBR
Wellendichtring A-110x150x13-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-115x140x10-NBR
Wellendichtring A-115x140x10-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-115x160x15-NBR
Wellendichtring A-115x160x15-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-11x19x5-NBR
Wellendichtring A-11x19x5-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-11x22x7-NBR
Wellendichtring A-11x22x7-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-11x26x7-NBR
Wellendichtring A-11x26x7-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-12,7x22,22x6,35-NBR
Wellendichtring A-12,7x22,22x6,35-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-120x140x10-NBR
Wellendichtring A-120x140x10-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-120x150x12-NBR
Wellendichtring A-120x150x12-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-125x150x12-NBR
Wellendichtring A-125x150x12-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-128x150x13-NBR
Wellendichtring A-128x150x13-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-12x17x4-NBR
Wellendichtring A-12x17x4-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-12x18x5-NBR
Wellendichtring A-12x18x5-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-12x20x7-NBR
Wellendichtring A-12x20x7-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-12x21x4-NBR
Wellendichtring A-12x21x4-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-12x22x5-NBR
Wellendichtring A-12x22x5-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-12x22x7-NBR
Wellendichtring A-12x22x7-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-12x24x10-NBR
Wellendichtring A-12x24x10-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
A-12x24x4,5-NBR
Wellendichtring A-12x24x4,5-NBR aus Werkstoff NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle). Abmessungen nach DIN 3760, Radialwellendichtring, Gummiertes Metallgehäuse,ohne Staublippe (A), Dichtlippe mit Feder
Wellendichtringe – Simmerringe fuer industrielle Anwendungen
Wellendichtringe – im Maschinenbau auch als Simmerringe oder Radial-Wellendichtringe (RWDR) bekannt – sind rotationssymmetrische Dichtelemente, die an Wellendurchfuehrungen eingesetzt werden. Sie halten Schmierstoffe wie Oel und Fett im Inneren einer Maschine und verhindern gleichzeitig das Eindringen von Schmutz, Staub und Feuchtigkeit. Als Simmerring Dichtung gehoeren sie zu den am haeufigsten verwendeten Dichtelementen in Getrieben, Motoren, Pumpen und nahezu allen Maschinen mit rotierenden Wellen.
Bei Antriebstechnik.shop finden Sie ein umfangreiches Sortiment an Wellendichtringen nach DIN 3760 fuer industrielle Anwendungen – von Standard-Ausfuehrungen in NBR bis hin zu temperatur- und medienbestaendigen Varianten in Viton (FKM) oder PTFE. Ergaenzend finden Sie in der Kategorie Dichtungen weitere Dichtungsloesungen wie V-Ringe, Axial-Dichtungen und Verschlusskappen.
Was sind Wellendichtringe (Simmerringe)?
Ein Wellendichtring – umgangssprachlich Simmerring genannt, nach dem Erfinder Walther Simmer (Patent 1929) – ist ein Dichtelement, das zwischen einer rotierenden Welle und einem feststehenden Gehaeuse abdichtet. Die korrekte technische Bezeichnung lautet Radial-Wellendichtring (RWDR) nach DIN 3760 bzw. ISO 6194. Der Name „Simmerring“ war urspruenglich eine geschuetzte Marke von Freudenberg Sealing Technologies, wird heute aber synonym fuer alle Radial-Wellendichtringe verwendet.
Ein Wellendichtring besteht aus drei Hauptkomponenten: einem metallischen Versteifungsring, einem elastomeren Dichtkoerper mit Dichtlippe und einer vorgespannten Zugfeder, die die Dichtlippe mit definiertem Druck an die Wellenoberflaeche presst. Das Funktionsprinzip basiert auf der elastischen Anlage der Dichtlippe an der Wellenoberflaeche – diese erzeugt eine dynamische Dichtwirkung, die sowohl bei Stillstand als auch im Betrieb zuverlaessig abdichtet.
Entscheidend fuer die Funktion ist eine ausreichend harte, praezise geschliffene Wellenoberflaeche im Laufbereich der Dichtlippe. Rauigkeitswerte (Ra 0,2–0,8 µm) und Haerte (≥ 45 HRC) der Laufbahn sind in DIN 3760 festgelegt. Bei verschlissenen Laufflaechen koennen Wellenschutzhuelsen die Welle reparieren, ohne sie austauschen zu muessen.
Wellendichtring Bauformen und Ausfuehrungen
Wellendichtringe sind in zahlreichen Bauformen erhaeltlich, die sich hinsichtlich Konstruktion, Werkstoff und Dichtwirkung unterscheiden. Die Auswahl richtet sich nach dem Einsatzmedium, der Drehzahl, dem Temperaturbereich und dem Einbauraum. Die gaengigsten Bauformen nach DIN 3760:
Bauform A – Simmerring ohne Schutzlippe
Die einfachste und am weitesten verbreitete Ausfuehrung. Ein Wellendichtring der Bauform A dient primaer zur Abdichtung von Schmierfett oder Oel nach aussen. Er eignet sich fuer saubere Betriebsumgebungen, in denen kein erhoehter Schmutzanfall zu erwarten ist – typisch fuer geschlossene Getriebegehaeuse oder Elektromotoren. In unserem Shop erkennen Sie diese Bauform an der Bezeichnung A-[d1]x[d2]x[b]-[Werkstoff].
Bauform B – Simmerring mit Schutzlippe
Wellendichtringe mit Schutzlippe (auch Staublippe genannt) bieten zusaetzlichen Schutz vor dem Eindringen von Schmutz, Staub und Spritzwasser. Die Schutzlippe liegt mit geringer Vorspannung an der Welle an. Diese Ausfuehrung ist die erste Wahl fuer den Einsatz als Simmerring im Getriebe, an der Kurbelwelle oder an der Antriebswelle – ueberall dort, wo staubige, feuchte oder verschmutzte Umgebungen herrschen.
PTFE-Wellendichtringe
PTFE-Dichtringe (Polytetrafluorethylen) zeichnen sich durch sehr geringe Reibung, hohe chemische Bestaendigkeit und einen weiten Einsatztemperaturbereich (−60 °C bis +200 °C) aus. Sie eignen sich besonders fuer Hochdrehzahlanwendungen und den Einsatz in aggressiven Medien. Hersteller wie Freudenberg und SKF bieten PTFE-Simmerringe fuer Pumpen, Verdichter und chemische Anlagen an.
Wellendichtringe in Viton (FKM)
Viton-Wellendichtringe bieten hervorragende Bestaendigkeit gegenueber Mineraloelen, synthetischen Oelen, Kraftstoffen und aggressiven Chemikalien. Sie sind fuer Temperaturen bis ca. 200 °C geeignet und damit die erste Wahl fuer anspruchsvolle Einsatzbedingungen in der Automobil- und Prozessindustrie.
Axial-Wellendichtringe
Im Unterschied zu radialen Wellendichtringen dichten Axial-Wellendichtringe gegen axiale Bewegungen ab. Sie kommen dort zum Einsatz, wo Wellen sich nicht nur drehen, sondern auch laengs verschoben werden. In unserem Shop finden Sie passende Loesungen in der Kategorie Axial-Dichtungen.
Wellendichtring Bezeichnung und Abmessungen
Die Bezeichnung eines Wellendichtrings folgt einem standardisierten Schema. Die drei Hauptmasse sind der Wellendurchmesser (d1), der Aussendurchmesser (d2) und die Breite (b). Zusaetzlich werden Bauform und Werkstoff angegeben:
Beispiel: A-20x35x7-NBR
A = Bauform A (ohne Schutzlippe) | 20 = Wellendurchmesser in mm | 35 = Aussendurchmesser in mm | 7 = Breite in mm | NBR = Werkstoff (Nitrilkautschuk)
Die folgende Tabelle zeigt gaengige Wellendichtring-Abmessungen nach DIN 3760 mit den wichtigsten Werkstoffoptionen:
| d1 (Welle) | d2 (Aussen) | b (Breite) | Werkstoffe | Typischer Einsatz |
|---|---|---|---|---|
| 10–15 mm | 20–30 mm | 4–7 mm | NBR, FKM | Kleinmotoren, Pumpen |
| 17–25 mm | 30–42 mm | 7–10 mm | NBR, FKM, PTFE | Getriebe, Elektromot. |
| 30–50 mm | 45–72 mm | 7–12 mm | NBR, FKM | Antriebswellen, Kurbelw. |
| 55–80 mm | 72–110 mm | 8–13 mm | NBR, FKM, PTFE | Industriegetriebe |
| 85–150 mm | 110–180 mm | 10–16 mm | NBR, FKM | Schwermaschinenbau |
Als Dichtlippenwerkstoff wird in den meisten Standardanwendungen NBR (Nitrilkautschuk) eingesetzt – bestaendig gegen Mineraloele und Fette bei −40 °C bis +100 °C. Fuer hoehere Temperaturen oder aggressive Medien stehen FKM (Viton) bis +200 °C, PTFE fuer chemisch aggressive Umgebungen und Silikon fuer den Lebensmittelbereich zur Verfuegung.
Der Metallkaefig besteht in der Regel aus Stahl, bei korrosiver Umgebung aus Edelstahl. Fuehrende Hersteller wie Freudenberg (Simmerring®), SKF und Dichtomatik bieten Wellendichtringe in allen Standardabmessungen sowie Sondergroessen an.
Wellendichtring Bezeichnungen im Vergleich – Herstellerumschluesselung
Je nach Hersteller tragen Wellendichtringe unterschiedliche Bezeichnungen – obwohl es sich oft um identische oder austauschbare Bauformen handelt. Die folgende Umschluesselungstabelle hilft Ihnen, die passende Ausfuehrung herstelleruebergreifend zu finden:
| Bauform | Freudenberg (Simrit) | Dichtomatik | Trelleborg | Beschreibung |
|---|---|---|---|---|
| A | BA | WA | TRA | Ohne Schutzlippe, mit Feder |
| AS | BA SL | WAS | TRE | Ohne Schutzlippe, mit Feder + Staublippe |
| B | B1 | WB | TRC | Mit Schutzlippe, mit Feder |
| BS | B1 SL | WBS | TRD | Mit Schutzlippe, mit Feder + Staublippe |
| B OF | B1 OF | WBO | TRG | Mit Schutzlippe, ohne Feder |
| C | B2 | WC | TRB | Metallkaefig aussen offen, mit Feder |
| CS | B2 SL | WCS | TRF | Metallkaefig aussen offen, Feder + Staublippe |
| A FKM | – | WA FKM | – | Viton-Ausfuehrung, ohne Schutzlippe |
| AS FKM | – | WAS FKM | – | Viton-Ausfuehrung, mit Staublippe |
Quelle: Anyseal Crossreferenz. Alle Angaben sind Richtwerte – bitte pruefen Sie vor der Verwendung die genauen Abmessungen und Einsatzbedingungen. Bei Fragen zur Austauschbarkeit beraten wir Sie gerne – Kontakt aufnehmen.
Anwendungen von Wellendichtringen und Simmerringen
Wellendichtringe werden ueberall dort eingesetzt, wo rotierende Wellen gegen Schmierstoffaustritt oder Schmutzeinwirkung abgedichtet werden muessen. Ob als Simmerring im Getriebe, an der Kurbelwelle oder an der Antriebswelle – ihr Einsatzspektrum ist entsprechend breit:
- Getriebe und Antriebsstraenge
In Getrieben dichten Simmerringe die Abtriebswelle, Eingangswelle und Zwischenwellen ab. Ein undichter Simmerring am Getriebe fuehrt zu Oelverlust und kann Folgeschaeden verursachen. - Kurbelwelle und Motoren
An der Kurbelwelle sichern Wellendichtringe die Schmierung und Dichtheit des Motorblocks. Ein Simmerring an der Kurbelwelle muss hohe Drehzahlen, Temperaturwechsel und aggressive Oele beherrschen. - Hydraulik und Pneumatik
In Hydraulikzylindern, Pumpen und Verdichtern dichten Wellendichtringe rotierende Wellen gegen Hydraulikoel oder Druckluft ab. - Agrartechnik und Bauwesen
In landwirtschaftlichen Maschinen sind Simmerringe extremen Umgebungsbedingungen ausgesetzt – Schmutz, Staub und Feuchtigkeit. Ausfuehrungen mit Schutzlippe (Bauform B) sind hier Standard. - Automobilindustrie
Von der Kurbelwellendichtung ueber den Simmerring an der Antriebswelle bis zum Achsantrieb: Wellendichtringe sichern die Dichtheit in zahlreichen Fahrzeugaggregaten. - Pumpen und Kompressoren
Bei rotierenden Maschinen muessen Wellendichtringe zuverlaessig zwischen dem Foerdermedium und der Aussenatmosphaere abdichten. PTFE-Varianten sind hier besonders verbreitet.
Auswahlhilfe: So finden Sie den passenden Wellendichtring
Bei der Auswahl eines Simmerrings bzw. Wellendichtrings sind mehrere technische Parameter zu beruecksichtigen. Eine systematische Vorgehensweise hilft, die richtige Ausfuehrung fuer Ihren Einsatzfall zu finden:
- Wellendurchmesser und Einbaumasse
Der Wellendurchmesser (d1) ist das primaere Auswahlkriterium. Aussendurchmesser (d2) und Breite (b) richten sich nach dem Gehaeusebohrungsmass. Achten Sie auf DIN 3760 / ISO 6194 Normmasse. - Dichtlippenwerkstoff und Medium
NBR ist fuer Mineraloele und Fette die Standardwahl. Bei Kraftstoffen, synthetischen Oelen oder aggressiven Medien auf FKM (Viton) umstellen. PTFE empfiehlt sich bei sehr hohen Drehzahlen oder chemisch aggressiven Umgebungen. - Temperaturbereich
NBR ist bis ca. +100 °C geeignet, FKM bis ca. +200 °C. Bei Tieftemperaturanwendungen empfehlen sich spezielle Kaelte-NBR-Qualitaeten (bis −50 °C). - Drehzahl und Gleitgeschwindigkeit
Hohe Drehzahlen erzeugen erhoehte Reibungswaerme an der Dichtlippe. Bei Umfangsgeschwindigkeiten > 4–6 m/s sollte eine PTFE-Lippe oder eine hydrodynamisch unterstuetzte Ausfuehrung gewaehlt werden. - Bauform: mit oder ohne Schutzlippe
In sauberen Umgebungen genuegt Bauform A (ohne Schutzlippe). Fuer staubige, feuchte oder verschmutzte Umgebungen ist Bauform B (mit Schutzlippe) vorzuziehen. - Wellenoberflaeche und Einbau
Die Laufzone der Welle muss ≥ 45 HRC Haerte und eine Rauigkeit von Ra 0,2–0,8 µm aufweisen. Die Dichtlippe vor dem Einbau leicht einfetten und den Wellendichtring schlag- und druckfrei mit einer Einpresshuelse montieren.
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FAQ – Haeufig gestellte Fragen zu Wellendichtringen und Simmerringen
Was ist der Unterschied zwischen einem Wellendichtring und einem Simmerring?
Es gibt keinen technischen Unterschied – „Simmerring“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung fuer einen Radial-Wellendichtring (RWDR). Der Name geht auf den Erfinder Walther Simmer zurueck, der das Dichtelement 1929 patentierte. Obwohl „Simmerring“ urspruenglich eine geschuetzte Marke von Freudenberg war, werden beide Begriffe heute synonym verwendet.
Was ist der Unterschied zwischen Bauform A und Bauform B?
Bauform A bezeichnet Wellendichtringe ohne Schutzlippe – sie dichten nur in eine Richtung (innen nach aussen). Bauform B verfuegt zusaetzlich ueber eine Schutzlippe (Staublippe), die das Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit verhindert. Fuer verschmutzte Umgebungen empfiehlt sich immer Bauform B.
Welcher Werkstoff ist fuer Getriebeoele geeignet?
Fuer Mineraloele und Standard-Getriebeoele ist NBR (Nitrilkautschuk) die uebliche Wahl. Bei synthetischen Getriebeoelen oder erhoehten Temperaturen sollte auf FKM (Viton) zurueckgegriffen werden, da NBR in diesen Medien quellen oder versproeden kann.
Muss man einen Wellendichtring vor dem Einbau fetten?
Ja, die Dichtlippe sollte vor dem Einbau immer leicht mit dem spaeter verwendeten Schmierstoff (Oel oder Fett) eingerieben werden. Dies verhindert Trockenlauf beim ersten Start und schuetzt die Dichtlippe vor Beschaedigung waehrend der Montage. Auch die Gehaeusebohrung sollte leicht eingefettet werden, um das Einpressen zu erleichtern.
Wie wichtig ist die Wellenoberflaeche fuer die Lebensdauer?
Die Wellenoberflaeche ist entscheidend. Die Laufflaeche sollte eine Haerte von mindestens 45 HRC, eine Rauigkeit Ra von 0,2–0,8 µm und eine gleichmaessige Struktur ohne Riefen oder Drallspuren aufweisen. Schlechte Wellenoberflaechen fuehren zu Leckage und vorzeitigem Ausfall.
Wie erkenne ich einen defekten Simmerring?
Typische Anzeichen fuer einen defekten Wellendichtring sind Schmierstoffleckage im Bereich der Wellendurchfuehrung, erhoehter Oelverbrauch sowie Schmutz- oder Staubeintrag in das Aggregat. Bei einem defekten Simmerring am Getriebe oder an der Kurbelwelle kann auch ein erhoehtes Laufgeraeusch durch mangelnde Schmierung auftreten.
Was ist der richtige Einbau eines Wellendichtrings?
Wellendichtringe muessen schlag- und druckfrei in die Gehaeusebohrung eingepresst werden, idealerweise mit einer Einpresshuelse oder einem Simmerring-Eintreiber. Die Dichtlippe muss zum abzudichtenden Medium zeigen. Scharfe Kanten an der Welle sind zu entgraten oder zu fasen, um die Dichtlippe beim Ueberziehen nicht zu beschaedigen.
Was kostet ein Wellendichtring?
Wellendichtringe in Standardabmessungen und NBR sind bereits ab wenigen Euro erhaeltlich. FKM- und PTFE-Varianten kosten je nach Groesse etwas mehr. Der Materialpreis ist in der Regel gering – deutlich teurer ist der Arbeitsaufwand fuer den Einbau, da Simmerringe oft nur bei demontiertem Aggregat gewechselt werden koennen.