Wellendichtringe & Dichtungen kaufen
Wellendichtringe (Simmerringe), V-Ringe, Axial-Dichtungen und Verschlusskappen für Industrie, Maschinenbau und Instandhaltung – in den Werkstoffen NBR, FKM (Viton) und FFKM, größtenteils ab Lager lieferbar.
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Verschlusskappe VK-80x10-NBR, Werkstoff: NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle)
Dichtungen
Dichtungen schützen rotierende Wellen, Wälzlager und Getriebe vor dem Austritt von Schmiermittel und dem Eindringen von Schmutz, Staub und Feuchtigkeit. Als unverzichtbare Maschinenelemente entscheiden sie über Lebensdauer, Wartungsintervall und Zuverlässigkeit einer Anlage – von der Werkzeugmaschine über Pumpen und Getriebe bis zum Fahrzeugantrieb. Die richtige Auswahl von Dichtungstyp, Werkstoff und Abmessung ist deshalb ein zentraler Faktor für den störungsfreien Betrieb.
Bei antriebstechnik.shop finden Sie ein umfangreiches Sortiment technischer Dichtungen für Industrie, Maschinenbau und Instandhaltung: Wellendichtringe (Simmerringe), V-Ringe, Axial-Dichtungen und Verschlusskappen – in den Werkstoffen NBR, FKM (Viton) und FFKM, größtenteils ab Lager lieferbar.
Was sind Dichtungen in der Antriebstechnik?
Dichtungen sind Maschinenelemente, die zwei Bauteile gegeneinander abdichten, um den Stoffaustausch über eine Trennstelle zu verhindern oder zu begrenzen. In der Antriebstechnik unterscheidet man grundsätzlich zwischen statischen Dichtungen (die Dichtflächen bewegen sich nicht zueinander) und dynamischen Dichtungen wie dem Wellendichtring oder dem V-Ring, bei denen eine Dichtlippe auf einer rotierenden oder oszillierenden Welle gleitet.
Der am häufigsten verwendete Vertreter ist der Wellendichtring – umgangssprachlich Simmerring genannt – nach DIN 3760 (ISO 6194). Er besteht aus einem elastischen Dichtkörper, einer Zugfeder und einem Versteifungsblech. Die Dichtlippe liegt unter leichter Vorspannung an der Welle an und fördert austretendes Schmiermittel aktiv in den Dichtungsraum zurück. Ergänzend kommen V-Ringe als axiale Vordichtung sowie Verschlusskappen zum Verschließen ungenutzter Bohrungen zum Einsatz.
Das wesentliche Merkmal einer guten Dichtung ist, über lange Zeit bei den geforderten Drehzahlen, Temperaturen und Medien zuverlässig abzudichten – bei möglichst geringer Reibung. Welche Bauform und welcher Werkstoff geeignet sind, hängt vom Einbauraum, der Belastung und dem abzudichtenden Medium ab.
Dichtungsarten im Überblick
Je nach Einbausituation, Belastung und Medium kommen unterschiedliche Dichtungstypen zum Einsatz. Unser Sortiment deckt die wichtigsten Bauformen für die industrielle Wellen- und Lagerabdichtung ab. Die folgenden Kategorien helfen Ihnen, gezielt die passende Bauform zu finden.
Wellendichtringe (Simmerringe) – DIN 3760
Wellendichtringe sind die meistverwendeten Dichtungen für rotierende Wellen. Sie dichten radial gegen die Welle ab und sind als Radial-Wellendichtring nach DIN 3760 / ISO 6194 genormt. Verfügbar in den Bauformen A (ohne Schutzlippe), AS (mit zusätzlicher Schutzlippe) und AO (außen gummiert). Standardwerkstoff ist NBR für Temperaturen von −40 bis +100 °C; für höhere Temperaturen und aggressive Medien steht FKM (Viton) bis +200 °C zur Verfügung. Mit über 1.500 Abmessungen ist dies die größte Unterkategorie unseres Dichtungssortiments.
V-Ringe – berührende Axialdichtungen
V-Ringe sind axial wirkende Gummidichtungen, die direkt auf die Welle aufgezogen werden, mit ihr rotieren und gegen ein feststehendes Gegenstück (Gehäuse oder Lagerdeckel) abdichten. Sie benötigen keine Gehäusenut und eignen sich hervorragend als zusätzlicher Staubschutz vor offenen oder abgeschirmten Lagerstellen – etwa als Vordichtung für ein Rillenkugellager.
Axial-Dichtungen
Axial-Dichtungen dichten Wellen in axialer Richtung ab und werden eingesetzt, wenn ein radialer Wellendichtring nicht verbaut werden kann – zum Beispiel bei fehlender zylindrischer Dichtfläche oder bei beengten Einbauverhältnissen. Die Dichtlippe gleitet dabei auf einer planen Gegenlauffläche.
Verschlusskappen für Lagerbohrungen
Verschlusskappen werden in ungenutzten Lager- und Gehäusebohrungen eingesetzt, um diese gegen Staub, Feuchtigkeit und Fremdkörper zu verschließen. Sie bestehen aus Kunststoff oder Metall und lassen sich in der Regel werkzeugfrei montieren.
Werkstoffe und Temperaturbereiche von Dichtungen
Der Werkstoff bestimmt den Einsatzbereich einer Dichtung maßgeblich. Die drei wichtigsten Elastomere für Wellendichtringe und technische Dichtringe im Überblick:
| Werkstoff | Temperaturbereich | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| NBR | −40 bis +100 °C | Standard – Mineralöle, Fette, Wasser |
| FKM (Viton) | −20 bis +200 °C | Hohe Temperaturen, Chemikalien, Kraftstoffe |
| FFKM | −15 bis +330 °C | Extreme Medien, Pharma, Prozessindustrie |
NBR (Acrylnitril-Butadien-Kautschuk) ist der Standardwerkstoff für die meisten Industrieanwendungen und bietet ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. FKM (Viton) wird gewählt, wenn höhere Temperaturen oder chemische Belastungen auftreten. Perfluorkautschuk (FFKM) ist die erste Wahl für extreme Einsatzbedingungen, bei denen Standardelastomere versagen – etwa in der Prozess-, Pharma- oder Halbleiterindustrie.
Anwendungen von Dichtungen
Wellendichtringe und technische Dichtungen kommen überall dort zum Einsatz, wo rotierende oder oszillierende Wellen gegen Schmiermittelaustritt und Verschmutzung geschützt werden müssen:
- Maschinenbau & Getriebetechnik
Wellendichtringe in Getrieben, Pumpen und Kompressoren verhindern den Austritt von Getriebeöl und schützen die Wälzlager vor Mangelschmierung und Verschmutzung. - Fahrzeug- & Nutzfahrzeugtechnik
Simmerringe dichten Kurbelwellen, Nockenwellen und Radnaben ab. FKM-Dichtungen sind Standard bei Anwendungen in Motornähe. - Lebensmittel- & Pharmaindustrie
FFKM-Dichtungen in Prozessanlagen, Rührwerken und Füllmaschinen widerstehen CIP/SIP-Reinigung und aggressiven Medien bei hohen Hygieneanforderungen. - Landmaschinen & Hydraulik
Wellendichtringe schützen Hydraulikzylinder und Antriebswellen von Traktoren und Erntemaschinen vor Staub, Erde und Feuchtigkeit. - Elektromotoren & Ventilatoren
V-Ringe und Wellendichtringe verhindern das Eindringen von Staub in die Motorlagerung und verlängern so die Lagerlebensdauer erheblich.
Auswahlhilfe: So finden Sie die passende Dichtung
Die Auswahl der richtigen Dichtung hängt von mehreren Parametern ab. Bei antriebstechnik.shop können Sie Dichtungen gezielt nach Bauform, Abmessungen und Werkstoff filtern.
- Dichtungstyp bestimmen
Radiale Abdichtung einer rotierenden Welle → Wellendichtring. Axiale Abdichtung → Axial-Dichtung oder V-Ring. Bohrung verschließen → Verschlusskappe. - Abmessungen festlegen
Beim Wellendichtring bestimmen Sie Wellendurchmesser (d), Bohrungsdurchmesser (D) und Breite (b) nach DIN 3760 bzw. ISO 6194. - Werkstoff wählen
NBR für Standardanwendungen, FKM (Viton) für hohe Temperaturen und Chemikalien, FFKM für extreme Bedingungen. - Bauform festlegen
Ausführung A für saubere Umgebungen, AS (mit Schutzlippe) bei Staub und Schmutz, AO (außen gummiert) für zusätzliche statische Abdichtung im Gehäuse. - Drehzahl und Temperatur prüfen
Die Umfangsgeschwindigkeit an der Dichtlippe bestimmt, ob ein Standard-Wellendichtring ausreicht oder eine Sonderausführung (z. B. mit PTFE-Dichtlippe) benötigt wird. - Einbausituation und Gegenlauffläche beachten
Prüfen Sie Rauheit und Härte der Wellenoberfläche. Bei eingelaufenen Wellen kann eine Wellenschutzhülse die Dichtfläche kostengünstig wiederherstellen.
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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Dichtungen
Was ist der Unterschied zwischen einem Wellendichtring und einem Simmerring?
Es gibt keinen technischen Unterschied. Simmerring ist der umgangssprachliche Name für einen Wellendichtring (Radial-Wellendichtung nach DIN 3760). Der Begriff geht auf die Firma Freudenberg zurück, die den Simmerring in den 1930er-Jahren als Markennamen einführte.
Welche Dichtungsarten führt antriebstechnik.shop?
Unser Sortiment umfasst Wellendichtringe (Simmerringe) nach DIN 3760, V-Ringe als axiale Vordichtung, Axial-Dichtungen sowie Verschlusskappen für Lagerbohrungen. Die Werkstoffe reichen von NBR über FKM (Viton) bis zu FFKM-Hochleistungswerkstoffen.
Wann sollte ich FKM statt NBR wählen?
FKM (Viton) ist die richtige Wahl bei Betriebstemperaturen über 100 °C sowie bei Kontakt mit Kraftstoffen, synthetischen Ölen oder aggressiven Chemikalien. NBR reicht für Standardanwendungen mit Mineralöl und Fett bei Temperaturen bis 100 °C aus.
Was bedeuten die Bauformen A, AS und AO bei Wellendichtringen?
A bezeichnet die Standardausführung mit einer Dichtlippe. AS hat eine zusätzliche Schutzlippe (Staublippe) gegen Verschmutzungen von außen. AO ist außen gummiert und sorgt für eine zusätzliche statische Abdichtung gegenüber dem Gehäuse.
Was ist ein V-Ring und wann setze ich ihn ein?
Ein V-Ring ist eine axial wirkende Gummidichtung, die direkt auf die Welle aufgezogen wird und mit ihr rotiert. V-Ringe benötigen keine Gehäusenut und eignen sich ideal als zusätzlicher Staubschutz vor Lagerstellen, die mit offenen oder abgeschirmten Lagern bestückt sind.
Wie ermittle ich die richtige Größe eines Wellendichtrings?
Benötigt werden drei Maße: der Wellendurchmesser (d), der Bohrungsdurchmesser des Gehäuses (D) und die Breite (b). Diese werden üblicherweise als d×D×b angegeben (z. B. 30×47×7) und folgen den genormten Reihen nach DIN 3760.
Sind die Dichtungen sofort lieferbar?
Der Großteil unseres Dichtungssortiments ist ab Lager verfügbar und wird kurzfristig versandt. Die konkrete Verfügbarkeit und Lieferzeit sehen Sie bei jedem Artikel direkt im Shop. Bei Fragen zu Abmessungen oder Werkstoffen hilft Ihnen unser Team gerne weiter.