Axial-Rillenkugellager – Drucklager online kaufen
Axiallager (Drucklager) der Reihen 511, 522, 523 und 532 – einseitig oder zweiseitig wirkend, trennbare Bauweise, niedrige Reibung. In Stahl und Edelstahl, ab Lager lieferbar. Marken-Qualität von SKF, FAG und INA.
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51307
Axial-Rillenkugellager 51307 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 35x68x24 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51308
Axial-Rillenkugellager 51308 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 40x78x26 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51309
Axial-Rillenkugellager 51309 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 45x85x28 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51310
Axial-Rillenkugellager 51310 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 50x95x31 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51311
Axial-Rillenkugellager 51311 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 55x105x35 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51312
Axial-Rillenkugellager 51312 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 60x110x35 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51313
Axial-Rillenkugellager 51313 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 65x115x36 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51314
Axial-Rillenkugellager 51314 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 70x125x40 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51315
Axial-Rillenkugellager 51315 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 75x135x44 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51316
Axial-Rillenkugellager 51316 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 80x140x44 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51317
Axial-Rillenkugellager 51317 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 85x150x49 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51318
Axial-Rillenkugellager 51318 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 90x155x50 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51320
Axial-Rillenkugellager 51320 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 100x170x55 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51322-MP
Axial-Rillenkugellager 51322-MP vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 110x190x63 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51324-MP
Axial-Rillenkugellager 51324-MP vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 120x210x70 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51326-MP
Axial-Rillenkugellager 51326-MP vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 130x225x75 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51328-MP
Axial-Rillenkugellager 51328-MP vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 140x240x80 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51330-MP
Axial-Rillenkugellager 51330-MP vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 150x250x80 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51405
Axial-Rillenkugellager 51405 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 25x60x24 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51406
Axial-Rillenkugellager 51406 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 30x70x28 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51407
Axial-Rillenkugellager 51407 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 35x80x32 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51408
Axial-Rillenkugellager 51408 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 40x90x36 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51409
Axial-Rillenkugellager 51409 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 45x100x39 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
51410
Axial-Rillenkugellager 51410 vom Hersteller FAG, Hauptabmessungen 50x110x43 nach DIN711/ISO 104, einseitig wirkend, Stahlblechkäfig
Axial-Rillenkugellager
Axial-Rillenkugellager – auch Axiallager, Drucklager oder Axial-Kugellager genannt – sind Wälzlager, die ausschließlich für die Aufnahme axialer Kräfte konstruiert sind. Sie stützen Schubkräfte parallel zur Wellenachse sicher ab und kommen überall dort zum Einsatz, wo eine Welle gegen eine definierte Druckrichtung gelagert werden muss. Der charakteristische Aufbau aus Wellenscheibe, Gehäusescheibe und einem Käfig mit Kugelkranz erlaubt eine reibungsarme Übertragung der Axiallast bei niedrigen bis mittleren Drehzahlen.
Bei antriebstechnik.shop finden Sie Axial-Rillenkugellager nach DIN 711 (einseitig wirkend, Reihe 511) und DIN 715 (zweiseitig wirkend, Reihen 522/523) von SKF, FAG und INA – ab Lager lieferbar. Ergänzend führen wir Schrägkugellager und Vierpunktlager für kombinierte Belastungen, Rillenkugellager für überwiegend radiale Lasten sowie das komplette Wälzlager-Sortiment.
Was sind Axial-Rillenkugellager?
Axial-Rillenkugellager (englisch thrust ball bearing) sind nicht selbsthaltende Wälzlager, deren Bauteile getrennt gehandhabt werden können. Der Kontaktwinkel zwischen Kugel und Laufbahn liegt nahe 90° zur Lagerachse, wodurch die Kugeln nahezu ausschließlich Axialkräfte übertragen. Bereits geringe Radiallasten können das Lager überlasten – deshalb wird ein Axiallager immer in Kombination mit einem separaten Radiallager (etwa einem Rillenkugellager oder Zylinderrollenlager) eingesetzt, das die Wellenzentrierung übernimmt.
Der grundlegende Aufbau besteht aus einer Wellenscheibe (rotiert mit der Welle), einer Gehäusescheibe (steht im Gehäuse still) und einem Käfig mit Kugelkranz dazwischen. Bei der zweiseitig wirkenden Ausführung sitzt eine mittlere Wellenscheibe zwischen zwei Gehäusescheiben und zwei Kugel-Käfig-Einheiten. Die einzelnen Bauteile sind separat lager- und montierbar – ein wichtiger Vorteil gegenüber selbsthaltenden Lagern, der Einbau, Demontage und Inspektion erheblich erleichtert.
Im Gegensatz zu Rillenkugellagern, die neben Radiallasten auch geringe Axialkräfte aufnehmen, sind Axial-Rillenkugellager reine Axiallager. Bei kombinierter Radial-/Axialbelastung sind sie ungeeignet – dafür kommen Schrägkugellager, Vierpunktlager oder Kegelrollenlager zum Einsatz.
Typische Bauformen und Ausführungen: Reihen 511, 522, 523 und 532
Axial-Rillenkugellager werden in zwei grundlegenden Wirkprinzipien gefertigt: einseitig wirkend (nimmt Axialkräfte nur in einer Richtung auf) und zweiseitig wirkend (nimmt wechselnde Axialkräfte aus beiden Richtungen auf). Die Maßreihen 511, 522, 523 und 532 unterscheiden sich in Tragzahl, Bauhöhe und Auflagefläche.
Reihen 511 und 512 – einseitig wirkend (DIN 711)
Die Reihe 511 ist die klassische Standardausführung des einseitig wirkenden Axial-Rillenkugellagers nach DIN 711 / ISO 104. Aufbau: eine Wellenscheibe, eine Gehäusescheibe, ein Käfig mit Kugelkranz. Diese Bauform überträgt Axialkräfte ausschließlich in einer Richtung – ideal für Anwendungen mit dauerhafter Druckrichtung wie Pressen, Hubwerke oder Schneckengetriebe. Die Reihe 512 entspricht der Reihe 511, bietet jedoch bei gleichem Bohrungsdurchmesser eine höhere Tragzahl. Typische Bohrungsdurchmesser liegen zwischen 10 und 200 mm.
Reihen 522 und 523 – zweiseitig wirkend (DIN 715)
Die Reihen 522 und 523 sind zweiseitig wirkende Axial-Rillenkugellager nach DIN 715. Sie bestehen aus zwei Gehäusescheiben, einer mittleren Wellenscheibe und zwei Kugel-Käfig-Einheiten. Die zweiseitige Bauweise ermöglicht die Aufnahme wechselnder Axialkräfte aus beiden Richtungen – ideal für Vertikalpumpen, Drehkränze und alle Anwendungen mit bidirektionaler Druckrichtung. Reihe 523 ist die schwerere Ausführung mit höherer Tragzahl.
Reihe 532 – mit sphärischer Auflage
Die Reihe 532 ist eine Sonderbauform der zweiseitig wirkenden Axial-Rillenkugellager mit sphärischer Auflagefläche der äußeren Gehäusescheiben. Diese erlaubt eine geringe Anpassung an Schiefstellungen zwischen Welle und Gehäuse – sinnvoll bei Konstruktionen, in denen geringe Fluchtungsfehler nicht völlig vermieden werden können.
Bezeichnungssystem & Maßreihen
Die Bezeichnung folgt einem klaren System: Die erste Ziffer kennzeichnet die Lagerart (5 = Axial-Rillenkugellager), die zweite das Wirkprinzip (1 = einseitig, 2 = zweiseitig), die dritte die Maßreihe und die letzten beiden Ziffern das Bohrungskennzeichen. Beispiel 51208: einseitig wirkend, Maßreihe 2, Bohrungskennzeichen 08 × 5 = 40 mm Bohrungsdurchmesser. Das Pendant in zweiseitiger Ausführung wäre 52208.
| Reihe | Wirkprinzip | Norm | Beispiel |
|---|---|---|---|
| 511 | einseitig wirkend | DIN 711 / ISO 104 | 51100, 51208, 51215 |
| 512 | einseitig wirkend (höhere Tragzahl) | DIN 711 | 51205, 51210 |
| 522 | zweiseitig wirkend | DIN 715 | 52206, 52208, 52215 |
| 523 | zweiseitig wirkend (schwere Reihe) | DIN 715 | 52308, 52315 |
| 532 | zweiseitig mit sphärischer Auflage | DIN 715 (Sonder) | 53208, 53215 |
Werkstoffe, Käfige, Edelstahl & Abdeckung
Wellen- und Gehäusescheiben sowie der Kugelkranz bestehen standardmäßig aus gehärtetem Wälzlagerstahl. Für korrosionsbelastete Umgebungen sind Axial-Rillenkugellager auch in Edelstahl (nichtrostender Wälzlagerstahl) verfügbar. Käfige werden je nach Anforderung aus Stahlblech (gestanzt, Standard), Massiv-Messing (M – hohe Lasten und Temperaturen) oder glasfaserverstärktem Polyamid (TN – geringes Gewicht) gefertigt. Erhöhte Toleranzklassen (P5/P6) kommen in Präzisionslagerungen zum Einsatz.
Axial-Rillenkugellager sind konstruktionsbedingt offen ausgeführt – eine vollständig gekapselte oder beidseitig geschlossene Bauform mit integrierten Dichtscheiben gibt es bauartbedingt nicht. In verschmutzten Umgebungen ist die Lagerstelle daher konstruktiv zu schützen, etwa über Wellendichtringe oder eine Gehäuseabdeckung. Geschmiert wird üblicherweise mit Mehrzweckfett auf Lithiumseifen-Basis; bei hohen Drehzahlen oder Temperaturen ist Umlaufölschmierung sinnvoll.
Anwendungen von Axial-Rillenkugellagern
Axial-Rillenkugellager werden überall dort eingesetzt, wo reine oder überwiegend axiale Lasten bei moderaten Drehzahlen auftreten. Typische Einsatzbereiche sind:
- Werkzeugmaschinen – Vorschubantriebe und Spindeln
In Fräs-, Dreh- und Bohrmaschinen nehmen Axial-Rillenkugellager Werkzeugdruck und Vorschubkräfte in axialer Richtung auf, während Radiallager die Wellenführung übernehmen. Präzisionsausführungen (P5/P6) sind hier üblich. - Pressen und Walzwerke – Schwerlast-Drucklager
In hydraulischen Pressen und Walzwerks-Ständern dienen Axial-Rillenkugellager der Reihen 522/523 als Drucklager unter höchsten Axialkräften – bei niedrigen Drehzahlen erreichen sie ihre maximale Tragfähigkeit. - Hebezeuge und Krananlagen
In Kranen, Hebezeugen und Hubwerken übertragen Axial-Rillenkugellager Hakenlast und Eigengewicht. Die robuste Bauweise und der geringe Drehzahlbedarf passen ideal zur Anwendung. - Drehkränze und Drehtische
In Positioniereinrichtungen und Drehtischen tragen Axial-Rillenkugellager Eigengewicht und externe Vertikallasten. Zweiseitig wirkende Reihen 522/532 sind hier Standard. - Schneckengetriebe und Vertikalpumpen
Schneckengetriebe erzeugen erhebliche Axialkräfte auf der Schneckenwelle; Vertikalpumpen mit langen Wellen benötigen Drucklager zur Aufnahme der Pumpwirkung – in beiden Fällen übernimmt das Axiallager diese Last. - Drehgelenke und Schwenklager
In Drehgelenken und Schwenklagern von Mobil- und Turmkranen werden großdimensionierte Axial-Rillenkugellager als Tragelemente eingesetzt – die Trennbarkeit der Komponenten erleichtert Wartung und Tausch.
Da Axial-Rillenkugellager keine Radialkräfte aufnehmen, ist die Wellenzentrierung über ein separates Radiallager (z. B. Rillenkugellager oder Zylinderrollenlager) zwingend einzuplanen.
Auswahlhilfe: So finden Sie das passende Axial-Rillenkugellager
Die Auswahl beginnt mit der Frage nach der Belastungsart: Liegt eine reine Axialbelastung vor oder treten zusätzlich Radialkräfte auf? Bei kombinierter Belastung sind Axial-Rillenkugellager ungeeignet – dafür eignen sich Schrägkugellager oder Vierpunktlager. Die folgenden Kriterien helfen bei der Auswahl:
- Wirkrichtung der Axialkraft bestimmen
Wirkt die Axialkraft nur in einer Richtung (z. B. Eigengewicht, konstanter Druck), genügt eine einseitig wirkende Reihe 511/512. Bei wechselnden oder bidirektionalen Axialkräften ist eine zweiseitig wirkende Reihe 522/523 erforderlich. - Reine Axialbelastung sicherstellen
Prüfen Sie, ob das Lager ausschließlich Axialkräfte aufnimmt. Schon kleine Radiallasten zerstören das Lager. Bei kombinierter Belastung sind Schräg-, Vierpunkt- oder Kegelrollenlager die richtige Wahl. - Tragzahl und Lebensdauer ermitteln
Bestimmen Sie die maximale Axialbelastung. Statische und dynamische Tragzahl müssen die geforderte Lebensdauer (L10h) sicherstellen; bei Stoßbelastungen einen Sicherheitsfaktor einplanen. - Drehzahl beachten
Axial-Rillenkugellager sind drehzahlbegrenzt – die Fliehkraft auf den Kugelsatz limitiert die zulässige Drehzahl. Bei höheren Drehzahlen sind gepaarte Schrägkugellager die bessere Wahl. - Bohrungsdurchmesser und Einbaumaße festlegen
Wellendurchmesser, verfügbarer Bauraum und Bauhöhe müssen mit den genormten Abmessungen nach DIN 711 / DIN 715 abgeglichen werden. - Werkstoff, Käfig und Schmierung wählen
Stahlausführung als Standard, Edelstahl bei Korrosionsbelastung; Stahlblech-, Messing- (M) oder Polyamid-Käfig (TN) je nach Last und Temperatur. Da die Bauform offen ist, beim Einbau auf konstruktiven Schmutzschutz und passende Schmierung achten.
Wenn Sie unsicher sind, ob ein Axial-Rillenkugellager oder ein anderer Lagertyp für Ihre Anwendung geeignet ist, unterstützen wir Sie gerne – auch bei Spezial-Abmessungen, Toleranzklassen, Edelstahl- oder Sonderausführungen.
| Suffix | Bedeutung | Einsatz |
|---|---|---|
| (ohne) | Stahlblech-Käfig (gestanzt) | Standard-Industrie |
| M / M1 | Massiv-Messingkäfig | Hohe Belastungen, hohe Temperaturen |
| TN / TNG | Polyamidkäfig (glasfaserverstärkt) | Geringes Gewicht, Standardanwendungen |
| P5 / P6 | erhöhte Toleranzklasse | Präzisionslagerungen |
| U | paarweise abgestimmt (Vorspannung) | Beidseitig wechselnde Lasten |
|
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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Axial-Rillenkugellagern
Worin unterscheiden sich einseitig und zweiseitig wirkende Axial-Rillenkugellager?
Reihe 511 (DIN 711) ist einseitig wirkend und nimmt Axialkräfte nur in einer Richtung auf – Aufbau: eine Wellenscheibe, eine Gehäusescheibe, ein Kugelkranz. Reihen 522/523 (DIN 715) sind zweiseitig wirkend mit zwei Gehäusescheiben und einer mittleren Wellenscheibe und nehmen Axialkräfte aus beiden Richtungen auf – ideal für wechselnde oder bidirektionale Lasten.
Können Axial-Rillenkugellager kombinierte Belastungen aufnehmen?
Nein. Axial-Rillenkugellager sind reine Axiallager und für Radialkräfte konstruktiv ungeeignet – schon kleine Radiallasten verschieben Wellen- und Gehäusescheibe gegeneinander und führen zur Zerstörung. Bei kombinierter Belastung sind Schrägkugellager, Vierpunktlager oder Kegelrollenlager die richtige Wahl. Die Wellenzentrierung muss immer ein separates Radiallager übernehmen.
Was bedeutet die Bezeichnung 51208?
51208 ist die Normbezeichnung nach DIN 711: 5 = Axial-Rillenkugellager, 1 = einseitig wirkend, 2 = Maßreihe, 08 = Bohrungskennzeichen × 5 = 40 mm Bohrungsdurchmesser. Analog steht 52208 für ein zweiseitig wirkendes Axial-Rillenkugellager nach DIN 715 mit ebenfalls 40 mm Bohrung.
Worauf ist beim Einbau eines Axial-Rillenkugellagers zu achten?
Wellen- und Gehäusescheibe dürfen nicht vertauscht werden: Die Wellenscheibe hat die engere Bohrung und wird auf die Welle gepresst, die Gehäusescheibe sitzt im Gehäuse. Die Lagerstelle muss eine reine Axiallast sicherstellen; die radiale Führung übernimmt ein separates Radiallager. Auf gleichmäßige Auflage, ausreichende Vorspannung und konstruktiven Schmutzschutz achten, da die Bauform offen ist.
Gibt es Axial-Rillenkugellager in Edelstahl oder gekapselt?
Axial-Rillenkugellager sind in Edelstahl (nichtrostender Wälzlagerstahl) für korrosionsbelastete Umgebungen erhältlich. Eine vollständig gekapselte oder beidseitig geschlossene Bauform mit integrierten Dichtscheiben gibt es bauartbedingt nicht – die Lager sind offen ausgeführt. Der Schutz vor Verschmutzung erfolgt über konstruktive Abdeckungen wie Wellendichtringe.
Welche Drehzahl erlauben Axial-Rillenkugellager?
Axial-Rillenkugellager sind für niedrige bis mittlere Drehzahlen ausgelegt – die Fliehkraft auf den Kugelsatz limitiert die zulässige Drehzahl deutlich stärker als bei Radiallagern. Bei höheren Drehzahlen sollten Axial-Schrägkugellager oder gepaarte Schrägkugellager eingesetzt werden.
Wie werden Axial-Rillenkugellager geschmiert?
Für niedrige bis mittlere Drehzahlen ist Fettschmierung mit Lithiumseifenfett (Mehrzweckfett) Standard. Bei höheren Drehzahlen oder Temperaturen empfiehlt sich Ölschmierung. Da die Lager offen ausgeführt sind, ist auf Schmutzschutz durch konstruktive Abdeckungen sowie regelmäßige Nachschmierung zu achten.