Wellendichtring 80x100x10 NBR – Simmerring Form A
A-80x100x10-NBR
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Eigenschaften im Überblick
Innen-Ø d1
Außen-Ø d2
Breite b
Bauform
Werkstoff
Feder / Norm
Technische Daten
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Bezeichnung | A-80x100x10-NBR (Radial-Wellendichtring, auch Simmerring genannt) |
| Bauform | Form A (ohne Staublippe), Gummi-Außenmantel nach DIN 3760 / ISO 6194-1 |
| Innen-Ø (d1, Welle) | 80 mm |
| Außen-Ø (d2, Bohrung) | 100 mm (Gehäuse ISO H8) |
| Breite (b) | 10 mm |
| Dichtlippen | 1 Dichtlippe (Hauptlippe) |
| Werkstoff Dichtlippe | NBR (Nitril-Kautschuk) |
| Zugfeder | Federstahl (hält die Anpresskraft konstant) |
| Temperaturbereich | −40 bis +100 °C |
| Wellentoleranz / Bohrung | ISO h11 / ISO H8 |
| Wellenoberfläche | Ra 0,2–0,8 µm, drallfrei geschliffen |
| Einbaurichtung | Dichtlippe zum abzudichtenden Medium |
| Norm | DIN 3760 / ISO 6194-1 (Radial-Wellendichtring, Gummi-Außenmantel) |
Häufige Fragen
Beide Bauformen nach DIN 3760 besitzen eine federbelastete Hauptdichtlippe und einen vollständig gummi-ummantelten Außenmantel. Der Unterschied liegt in der zweiten Lippe:
- Form A (ohne Staublippe): nur die Hauptdichtlippe mit Zugfeder. Geeignet für saubere, geschlossene Einbauräume, in denen lediglich das Medium (Öl oder Fett) von innen abgedichtet werden muss — z. B. Getriebe, Elektromotoren, Pumpen in sauberer Umgebung.
- Form AS (mit Staublippe + Feder): zusätzlich eine zweite, federlose Schutz-/Staublippe zur Außen-/Luftseite. Sie hält Staub, Schmutz, Wasser und feine Feststoffe vom Hauptdichtsystem fern und verlängert die Lebensdauer. Empfohlen für staubige, feuchte oder verschmutzte Umgebungen wie Bau- und Landmaschinen oder offene Antriebe.
Einbauhinweis Form AS: den Raum zwischen Haupt- und Staublippe vor dem Einbau zu etwa 50 % mit Fett füllen. Im Zweifel beraten wir Sie gern über das Kontaktformular.
Die Werkstoffwahl richtet sich nach Temperatur und Medium:
- NBR (Nitril-Kautschuk): Standardwerkstoff für Mineralöle und -fette, Motoren-, Getriebe- und Hydrauliköle sowie Wasser. Dauertemperatur ca. −40 bis +100 °C (Spezial-NBR bis −50 °C, kurzzeitig bis ca. 120 °C). Gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Nicht für aggressive Medien oder hohe Dauertemperaturen.
- FKM / FPM (Viton): für hohe Temperaturen und chemisch aggressive Medien — synthetische Öle, ATF, Kraftstoffe, viele Chemikalien und Säuren. Dauertemperatur ca. −20/−40 bis +200 °C, sehr gute Öl-, Ozon- und Alterungsbeständigkeit. Nicht optimal für Heißwasser, Wasserdampf und Amine.
Faustregel: Standard-Schmierstoffe bis ca. 100 °C → NBR; Heißöl, Chemie oder hohe Drehzahlen → FKM/Viton.
Das Namensschema folgt dem Aufbau Bauform – Innen-Ø x Außen-Ø x Breite – Werkstoff:
- Präfix = Bauform: A bzw. AS bei NBR-Ausführungen, VIA (= Form A) bzw. VIAS (= Form AS) bei FKM-Ausführungen.
- Drei Zahlen: Innen-Ø d1 (Welle) x Außen-Ø d2 (Bohrung) x Breite b in Millimeter. Zöllige Größen mit Komma-Dezimalen (z. B. 31,75 x 42,86 x 6,35).
- Suffix = Werkstoff: -NBR für Nitril, -Viton für FKM (teils ohne Suffix).
Für diesen Artikel: Bauform Form A (ohne Staublippe), Maße 80 × 100 × 10 mm, Werkstoff NBR.
Die Lebensdauer eines Wellendichtrings hängt maßgeblich vom korrekten Einbau ab:
- Wellentoleranz: ISO h11.
- Gehäusebohrung: ISO H8 (passt zum gummi-ummantelten Außenmantel).
- Wellenoberfläche: Rauheit Ra 0,2–0,8 µm, Rz 1–4 µm; Untergrenze nicht unterschreiten. Bearbeitung drallfrei (Einstichschleifen), sonst Pumpwirkung und Leckage.
- Wellenhärte: mind. 45 HRC, ab 10 m/s 60 HRC; empfohlen ca. 55 HRC bei mind. 0,3 mm Härtetiefe.
- Einbaurichtung: Hauptdichtlippe mit Zugfeder zeigt zum abzudichtenden Medium (Ölseite), Staublippe/offene Bodenfläche zur Außen-/Luftseite.
- Schmierung: Dichtlippe vor dem Einbau einölen, bei Form AS Zwischenraum zu ca. 50 % mit Fett füllen. Gerade ohne Verkanten mit Einbauhülse montieren — nie direkt auf den Dichtring schlagen.
Eine grat- und fasenfreie Einführfase von 15–30° an Welle und Bohrung erleichtert die Montage.
Wellendichtringe sind bei gleichen Maßen (d x D x b), gleicher Bauform und gleichem Werkstoff herstellerübergreifend austauschbar. Die wichtigsten Bezeichnungen für die Elastomer-Bauformen nach DIN 3760:
| Bauform DIN 3760 | Freudenberg / Simrit | SKF | Trelleborg |
|---|---|---|---|
| Form A (ohne Staublippe) | BA / WA | HMS5 | TRA |
| Form AS (mit Staublippe) | BASL / WAS | HMSA10 | TRE |
Hinweis: Bauformen mit Metall-Außenmantel (Form B/BS/C/CS) gehören zu DIN 3761 (Kfz) und sind nicht Teil dieses Sortiments. Mehr dazu im Ratgeber Simmerring oder Wellendichtring.
Die Zugfeder (auch Wurm- oder Schraubenfeder) ist eine eng und mit Vorspannung gewickelte Ringfeder, die die Dichtlippe radial gegen die Welle drückt. Ihre Hauptfunktion: Das Elastomer altert unter Wärme-, Last- und chemischer Beanspruchung und verliert mit der Zeit seine ursprüngliche Radialkraft. Die Feder hält die Anpresskraft der Dichtlippe über die gesamte Lebensdauer weitgehend konstant.
Die Gesamt-Radialkraft setzt sich aus der Vorspannkraft der Elastomerlippe und der Zugkraft der Feder zusammen. Selbst bei beginnendem Verschleiß bleibt der aus der Feder-Vorspannung stammende Anteil nahezu unverändert. Federwerkstoff dieses Artikels: Federstahl (Standard Federstahl; bei Korrosionsanforderung, v. a. FKM, Edelstahl).
A-80x100x10-NBR
Produktinformationen "A-80x100x10-NBR"
Der Radial-Wellendichtring A-80x100x10-NBR (auch Simmerring genannt) dichtet rotierende Wellen zuverlässig ab — Öl oder Fett werden von innen zurückgehalten, Staub, Schmutz und Spritzwasser von außen ferngehalten. Die federbelastete Elastomer-Dichtlippe liegt mit definierter Radialkraft an der Welle an; eine eingebettete Zugfeder hält diese Anpresskraft auch dann konstant, wenn das Material über die Betriebsdauer altert. Eingesetzt wird der Dichtring überall dort, wo eine drehende Welle bei geringer Druckdifferenz (drucklos bis ca. 0,5 bar) abzudichten ist — typisch in Getrieben, Elektromotoren, Pumpen, Kompressoren sowie an Walzen und Spindeln.
Dieser Dichtring ist in der Bauform Form A (ohne Staublippe) nach DIN 3760 / ISO 6194-1 mit vollständig gummi-ummanteltem Außendurchmesser ausgeführt. Die Dichtlippe besteht aus NBR (Nitril-Kautschuk), die Zugfeder aus Federstahl. Die Form A arbeitet mit einer Hauptdichtlippe für saubere Einbauräume, die Form AS ergänzt eine zusätzliche Staublippe gegen Verschmutzung von außen. NBR-Ausführungen sind für Mineralöle und -fette im Dauerbereich von etwa −40 bis +100 °C ausgelegt, FKM/Viton-Ausführungen für Heißöl, Chemie und Temperaturen bis etwa +200 °C. Die Abmessungen dieses Artikels betragen 80 × 100 × 10 mm (Innen-Ø × Außen-Ø × Breite).
Für einen dauerhaft dichten Sitz montieren Sie den Wellendichtring in eine Gehäusebohrung der Toleranz ISO H8 auf eine Welle nach ISO h11. Die Gegenlaufläche sollte drallfrei geschliffen sein (Ra 0,2–0,8 µm) und eine Härte von mindestens 45 HRC aufweisen. Die Hauptdichtlippe zeigt dabei stets zum abzudichtenden Medium, die Staublippe nach außen. Ob Form A oder die staubgeschützte Form AS, NBR oder FKM — welche Variante für Ihre Anwendung optimal ist, klären wir gern: Grundlagen zur Werkstoff- und Bauformwahl finden Sie im Ratgeber Simmerring oder Wellendichtring, bei konkreten Auslegungsfragen erreichen Sie uns über das Kontaktformular.
| Innen-Ø (mm): | 80 |
|---|---|
| Außen-Ø (mm): | 100 |
| Bauform: | A (Ohne Staublippe + Feder) |
| Material Feder: | Federstahl |
| Breite (mm): | 10 |
| Material Dichtung: | NBR |
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