V-Ring 60 mm – Bauform A aus NBR
V-Ring-60-A-NBR
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Eigenschaften im Überblick
Nenn-Ø
Wellenbereich
Innen-Ø
Bauform
Werkstoff
Dichtprinzip
Technische Daten
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Bezeichnung | V-Ring-60-A-NBR (axialer V-Ring / V-Seal, Bauform A/S/L) |
| Bauform | Typ A (Profil VA) · Standard, universell |
| Nenn-Ø | 60 mm |
| Wellen-Arbeitsbereich | 58 - 63 mm (passender Wellen-Außen-Ø) |
| Innen-Ø (entspannt) | 54 mm (wird auf die Welle gedehnt) |
| Werkstoff | NBR (Vollelastomer, ohne Metall/Feder) |
| Temperaturbereich | −40 bis +100 °C |
| Dichtprinzip | axiale Dichtlippe, mitlaufend (Schutzdichtung gegen Staub/Wasser, Fettrückhaltung) |
| Bauart | V-Ring (axiale Elastomer-Wellendichtung), montagefreundlich, ohne Wellennachbearbeitung |
Häufige Fragen
Ein V-Ring (auch V-Seal, Forsheda-Typ) ist eine vollständig aus Elastomer bestehende Dichtung (kein Metall, keine Feder). Er wird auf die Welle gedehnt aufgeschoben und hält sich durch die Eigenspannung des Gummikörpers selbst — er läuft mit der Welle mit. Seine kegelige Lippe dichtet axial (rechtwinklig zur Wellenachse) mit leichtem Anpressdruck gegen eine stehende, radiale Gegenfläche (Gehäusestirn, Lagerring, Blech).
Im Unterschied zum Radial-Wellendichtring (der im Gehäuse sitzt und radial gegen die Welle dichtet) ist der V-Ring eine Schutz-/Vordichtung: Er hält Staub, Schmutz und Spritzwasser fern und hält Fett zurück, mit sehr geringem Reibmoment. Mehr dazu im Ratgeber Axialdichtung vs. Wellendichtring.
Alle drei sind axiale V-Ringe; sie unterscheiden sich in Querschnitt und Wellenbereich:
| Bauform | Code | Einsatz | Wellen-Ø |
|---|---|---|---|
| A | VA | Standard, universell (Getriebe, E-Motoren) | ca. 2,7–2020 mm |
| S | VS | breit/kegelig, sehr fester Sitz; kleine Wellen, Vibration (Land-/Baumaschinen) | ca. 4,5–210 mm |
| L | VL | schmaler Querschnitt, beengter Bauraum, große Wellen (oft mit Labyrinth) | ca. 105–2025 mm |
Dieser Artikel ist Typ A (Standard, universell). Bei der Auswahl helfen wir gern: Kontakt.
Maßgeblich ist der Wellen-Außendurchmesser. Drei Angaben helfen:
- Wellen-Arbeitsbereich (58 - 63 mm): Ihr Wellendurchmesser muss in diesen Bereich fallen — das ist das Auswahlkriterium.
- Nenn-Ø (60 mm): die Forsheda-Nenngröße des V-Rings (Bezeichnungsgröße, liegt in der Mitte des Arbeitsbereichs).
- Innen-Ø (54 mm): der entspannte Innendurchmesser des Rings — er ist kleiner als die Welle, weil der V-Ring beim Aufschieben gedehnt wird und so seinen festen Sitz erhält.
Faustregel: Wellendurchmesser prüfen → passenden Arbeitsbereich wählen. Der V-Ring deckt durch seine Dehnbarkeit jeweils einen ganzen Bereich ab.
- Montage: V-Ring von Hand auf die Welle dehnen und aufschieben (gleichmäßig rundum; bei großen Ø an mehreren Punkten markieren). Kein Dichtsitz und keine Wellennachbearbeitung nötig.
- Axiale Vorspannung: Der V-Ring wird in einem definierten Abstand (Einbaubreite B1 je Größe) zur Gegenfläche gesetzt; eine Axialstütze sichert die Lage, besonders bei Fett-/Ölrückhaltung.
- Gegenlauffläche: eben, kantenfrei, Rauheit Ra max. 3,2–6,3 µm, Stahl ab ca. 125 HB (härter bei hoher Drehzahl/Abrasion).
- Sicherung bei hoher Drehzahl: Ab ca. 10–12 m/s Umfangsgeschwindigkeit den Ring radial sichern (Spannband/Nut), da ihn sonst die Fliehkraft von der Welle abheben kann; ab ~15 m/s wirkt der V-Ring ohnehin berührungslos als Schleuderdichtung.
Das Schema lautet V-Ring-<Nenn-Ø>-<Bauform>-<Werkstoff>: Nenn-Ø in mm, Bauform A/S/L, Werkstoff (NBR). Für diesen Artikel: 60 mm, Bauform A, NBR. V-Ringe sind bei gleicher Bauform und gleichem Wellenbereich herstellerübergreifend austauschbar:
| Bauform | Forsheda / Trelleborg | SKF | Freudenberg |
|---|---|---|---|
| A | V-…A / TWVA… | … VA R (VR1) | VA |
| S | V-…S / TWVS… | … VS R (VR2) | VS |
| L | V-…L / TWVL… | … VL R (VR3) | VL |
(SKF-Lippencode R = NBR, V = FKM.) Im Zweifel die alte Hersteller-Bezeichnung nennen — wir schlüsseln um: Kontakt.
NBR (Nitril-Kautschuk) ist der Standardwerkstoff (alle Lager-V-Ringe dieser Reihe): Dauertemperatur ca. −40 bis +100 °C, beständig gegen Fette, Mineralöle, Wasser, Staub und Schmutz — die richtige Wahl für fettgeschmierte, schmutzexponierte Lager. FKM/Viton (auf Anfrage) eignet sich für hohe Temperaturen und aggressive Medien (ca. −20 bis +200 °C, sehr gute Chemikalienbeständigkeit). Faustregel: Standardumgebung bis ca. 100 °C → NBR; Heißöl/Chemie → FKM. Dieser Artikel ist aus NBR; FKM-Ausführungen liefern wir auf Anfrage.
V-Ring-60-A-NBR
Produktinformationen "V-Ring-60-A-NBR"
Der V-Ring V-Ring-60-A-NBR ist eine axiale Wellendichtung aus Vollelastomer (V-Ring / V-Seal nach Forsheda-Bauart) — ganz aus Gummi, ohne Metallkörper und ohne Feder. Er wird auf die Welle gedehnt aufgeschoben, hält sich durch seine Eigenspannung selbst und läuft mit der Welle mit. Seine kegelige Lippe dichtet axial mit leichtem Anpressdruck gegen eine stehende Gegenlauffläche und hält so Staub, Schmutz und Spritzwasser fern bzw. Fett zurück. Damit schützt der V-Ring den dahinterliegenden Wellendichtring und das Lager — bei sehr geringem Reibmoment, das mit steigender Drehzahl weiter abnimmt.
Dieser V-Ring ist die Bauform A (Forsheda-Typ VA, Standard, universell) aus NBR. Maßgeblich für die Auswahl ist der Wellendurchmesser: Der passende Wellen-Arbeitsbereich beträgt 58 - 63 mm (Nenn-Ø 60 mm). Der entspannte Innendurchmesser des Rings beträgt 54 mm — er ist kleiner als die Welle, weil der V-Ring beim Aufschieben gedehnt wird und so seinen festen, mitrotierenden Sitz erhält. NBR-Ausführungen sind für einen Dauereinsatz von etwa −40 bis +100 °C ausgelegt; FKM-Ausführungen für hohe Temperaturen und aggressive Medien liefern wir auf Anfrage.
Eingesetzt werden V-Ringe als Schutz- und Vordichtung in Elektromotoren, Getrieben, Pumpen, Förderrollen sowie in Land- und Baumaschinen — überall, wo Lager und Wellendichtringe vor Wasser und Verschmutzung geschützt werden müssen. Vorteile sind die einfache Montage ohne Wellennachbearbeitung und ohne Dichtsitz im Gehäuse, die Toleranz gegenüber Rundlauffehlern und Wellenversatz sowie der große abgedeckte Wellenbereich. Ab ca. 10–12 m/s Umfangsgeschwindigkeit ist der Ring radial zu sichern. Welche Bauform und welcher Werkstoff für Ihre Anwendung optimal sind — und wie der V-Ring mit einem Radial-Wellendichtring zusammenspielt — erläutert der Ratgeber Axialdichtung vs. Wellendichtring; bei konkreten Fragen erreichen Sie uns über das Kontaktformular.
| Innen-Ø (mm): | 54 |
|---|---|
| Bauform: | A |
| Durchmesserbereich (mm): | 58 - 63 |
| Nenn-Ø (mm): | 60 |
| Material Dichtung: | NBR |
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