Verschlusskappen aus Stahl, Edelstahl, Kunststoff & Silikon
Verschlusskappen zum sicheren Verschließen von Gehäusebohrungen, Lageröffnungen, Hydraulikanschlüssen und Schmierkanälen – eingepresst, eingerastet oder als Gewinde-Verschlusskappe. Breite Durchmesserpalette, auf Wunsch mit Dichtung, ab Lager lieferbar.
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Verschlusskappe VK-100x10-NBR, Werkstoff: NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle)
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Verschlusskappe VK-19x5-NBR, Werkstoff: NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle)
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Verschlusskappe VK-19x5,5-NBR, Werkstoff: NBR (Chemikalienbeständigkeit: Kraftstoffe und Öle)
Verschlusskappen
Verschlusskappen sind einfache, aber unverzichtbare Bauteile, die Bohrungen, Gehäuseöffnungen und Hohlräume sicher verschließen. Sie halten Schmutz, Staub und Feuchtigkeit fern, schützen Schmierstoffe vor dem Austritt und dienen in der Wälzlagertechnik häufig als Lagerabdeckung. Eine Verschlusskappe wird in der Regel eingepresst oder eingerastet und benötigt keine zusätzlichen Befestigungselemente.
Bei antriebstechnik.shop finden Sie ein breites Sortiment an Verschlusskappen aus Stahl, Edelstahl, Kunststoff und Silikon – in zahlreichen Durchmessern und Ausführungen, ab Lager lieferbar. Im Bereich Dichtungen führen wir ergänzend Wellendichtringe, V-Ringe und Axial-Dichtungen für alle Anforderungen der industriellen Abdichtung.
Was sind Verschlusskappen?
Verschlusskappen sind rotationssymmetrische Bauteile aus Stahl, Edelstahl, Kunststoff oder Silikon, die in Bohrungen oder auf Wellenstümpfen eingesetzt werden, um diese dauerhaft oder temporär zu verschließen. Sie werden typischerweise mit einer Presspassung eingepresst, eingerastet oder – bei flexiblen Werkstoffen wie Silikon – einfach übergestülpt und halten ohne Schrauben sicher in der Öffnung.
In der Wälzlager- und Antriebstechnik dient eine Verschlusskappe als Lagerabdeckung: Sie verschließt offene Lagerenden oder Gehäuseöffnungen und hält Verunreinigungen zuverlässig fern. In Getrieben und Maschinen werden Verschlusskappen eingesetzt, um nicht genutzte Bohrungen zu verschließen, Schmierkanäle abzudichten oder Prüföffnungen abzudecken. Die Einpresstiefe und der Presssitz gewährleisten einen leckagefreien Halt.
Anders als ein Wellendichtring, der eine rotierende Welle in einer Bohrung abdichtet, verschließt eine Verschlusskappe eine Öffnung vollständig – ohne Wellendurchführung. Beide Dichtungstypen ergänzen sich in der Praxis: Während der Wellendichtring die Antriebsseite abdichtet, verschließt die Verschlusskappe die gegenüberliegende Gehäuseseite.
Das wesentliche Merkmal einer Verschlusskappe ist die Kombination aus einfacher Montage, zuverlässiger Abdichtung und niedrigen Kosten – Eigenschaften, die sie zum Standardbauteil für das Verschließen von Öffnungen im gesamten Maschinenbau machen.
Typische Bauformen und Ausführungen von Verschlusskappen
Verschlusskappen sind in verschiedenen Bauformen erhältlich, die für unterschiedliche Einbausituationen optimiert sind. Die Auswahl richtet sich nach Werkstoff, Einbauart und Umgebungsbedingungen.
Eingepresste Blechverschlusskappen (Bauform CS-10)
Die häufigste Ausführung für Lagergehäuse und Maschinenbohrungen. Dünnwandige Blechkappen werden mit Presspassung in die Bohrung eingepresst und verschließen diese sicher. Sie sind kostengünstig, leicht und in einer breiten Durchmesserpalette erhältlich. Je nach Hersteller wird diese Standard-Bauform als GA (Simrit), VK (Forsheda/Stefa) oder VER (Dichtomatik) bezeichnet.
Kunststoff-Verschlusskappen
Eine Verschlusskappe aus Kunststoff (PE, PP oder PA) bietet Korrosionsbeständigkeit, geringes Gewicht und elektrische Isolation. Plastik-Verschlusskappen eignen sich besonders dort, wo Metallkappen nicht eingesetzt werden können – etwa in der Lebensmittelindustrie, in der Medizintechnik oder als Transportschutz. Viele Kunststoffkappen sind für temporären Schutz ausgelegt und lassen sich leicht wieder entfernen.
Silikon-Verschlusskappen
Eine Silikon-Verschlusskappe ist flexibel, hitzebeständig und lässt sich elastisch über Gewinde, Stutzen oder Bolzen stülpen. Sie wird häufig als Abdeck- und Maskierkappe beim Lackieren, Pulverbeschichten oder Eloxieren verwendet sowie zum Schutz von Gewinden vor Verschmutzung. Durch ihre Dehnfähigkeit deckt eine einzelne Größe oft mehrere Durchmesser ab.
Edelstahl-Verschlusskappen
Für korrosive Umgebungen, den Lebensmittelbereich und maritime Anwendungen sind Verschlusskappen aus Edelstahl (1.4301 / V2A oder 1.4404 / V4A) die richtige Wahl. Sie bieten dauerhaften Schutz gegen Korrosion und chemische Einflüsse bei hoher mechanischer Festigkeit.
Verschlusskappen mit Dichtung und Gewinde-Verschlusskappen
Eine Verschlusskappe mit Dichtung verfügt über einen Gummi- oder O-Ring am Außenumfang, der zusätzliche Abdichtung gegen Leckage durch Kapillarwirkung bietet – sinnvoll bei ölführenden Hohlräumen oder bei Feuchtigkeit. Im Hydraulik- und Sanitärbereich kommen zudem Gewinde-Verschlusskappen mit zölligem Anschluss zum Einsatz, etwa als 1/2-Zoll- oder 3/4-Zoll-Verschlusskappe zum druckdichten Verschließen nicht genutzter Anschlüsse.
Herstellerumschlüsselung der Verschlusskappen-Bezeichnungen
Verschlusskappen werden von verschiedenen Herstellern unter unterschiedlichen Bezeichnungen geführt. Die folgende Crossreferenz zeigt die gängige Standard-Bauform und ihre Herstellernamen im Vergleich:
| Bauform | Simrit | Trelleborg | Forsheda / Stefa | Dichtomatik |
|---|---|---|---|---|
| CS-10 | GA | YJ38 | VK | VER |
Die Bezeichnungen variieren je nach Hersteller, Funktion und Abmessungen sind jedoch vergleichbar. Maßgeblich für die Bestellung sind immer der Außendurchmesser und die Einpresstiefe.
Typische Abmessungen und Werkstoffe
Verschlusskappen werden in Durchmessern von wenigen Millimetern bis zu mehreren hundert Millimetern angeboten. Die Hauptmaße sind Außendurchmesser, Einpresstiefe und Wandstärke. Standardisierte Abmessungen orientieren sich an üblichen Lagerbohrungsmaßen und DIN-Normen für Maschinengehäuse; bei Gewinde-Verschlusskappen sind metrische und zöllige Anschlüsse (1/2 Zoll, 3/4 Zoll) gebräuchlich.
| Werkstoff | Temperaturbereich | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Stahl (verzinkt) | −40 bis +120 °C | Industriegetriebe, Maschinenbau, Standardanwendungen |
| Edelstahl (V2A / V4A) | −60 bis +300 °C | Lebensmittelindustrie, Chemie, maritime Umgebungen |
| Kunststoff (PE, PP, PA) | −20 bis +80 °C | Transportschutz, Medizintechnik, elektrische Isolation |
| Silikon (VMQ) | −50 bis +200 °C | Maskierkappen, Gewindeschutz, Lackier- und Beschichtungsprozesse |
Die Materialwahl beeinflusst sowohl die Dichtigkeit als auch die Beständigkeit der Verschlusskappe. Für ölführende oder feuchte Bereiche empfiehlt sich eine Verschlusskappe mit Dichtung, während für trockene Standardanwendungen eine einfache Blechkappe genügt. Ergänzend zum Schutz von Wellensitzen führen wir auch Wellenschutzhülsen.
Anwendungen von Verschlusskappen
Verschlusskappen werden in nahezu allen Bereichen des Maschinenbaus und der Antriebstechnik eingesetzt, wo Bohrungen oder Öffnungen zu verschließen sind:
- Getriebe und Antriebsgehäuse
Nicht genutzte Wellenöffnungen oder Prüfbohrungen werden mit einer Verschlusskappe verschlossen, um Schmiermittel im Inneren zu halten und Schmutz fernzuhalten. - Elektromotoren
An Motorgehäusen schließen Verschlusskappen Kabeleinführungen, Druckausgleichsbohrungen oder nicht genutzte Lagersitze ab. - Hydraulik- und Pneumatiksysteme
Nicht verwendete Anschlüsse werden mit Hydraulik-Verschlusskappen druckdicht verschlossen – häufig in zölligen Größen wie 1/2 Zoll oder 3/4 Zoll. - Klimaanlagen und Kältetechnik
Service- und Ventilanschlüsse von Klimaanlagen werden mit dichten Verschlusskappen gegen Leckage und Verschmutzung gesichert. - Oberflächentechnik
Silikon-Verschlusskappen maskieren Gewinde, Bohrungen und Bolzen beim Lackieren, Pulverbeschichten und Eloxieren. - Lagergehäuse und Maschinenbau
Lagerbohrungen an der Nicht-Antriebsseite werden mit einer Verschlusskappe als Lagerabdeckung verschlossen.
Auswahlhilfe: So finden Sie die passende Verschlusskappe
Die Auswahl einer Verschlusskappe richtet sich primär nach dem Bohrungsdurchmesser, dem Werkstoff und den Umgebungsbedingungen. Die folgenden Kriterien helfen bei der Auswahl:
- Bohrungsdurchmesser bestimmen
Messen Sie den Durchmesser der zu verschließenden Bohrung präzise. Der Außendurchmesser der Verschlusskappe muss so gewählt werden, dass ein sicherer Presssitz entsteht. Bei Gewindeanschlüssen ist die Gewindegröße (z. B. 1/2 oder 3/4 Zoll) maßgeblich. - Werkstoff wählen
Stahl für Standardanwendungen, Edelstahl für feuchte oder korrosive Umgebungen, Kunststoff für lebensmittelnahe oder elektrisch isolierende Anwendungen, Silikon für flexible Maskier- und Gewindeschutzaufgaben. - Permanenter oder temporärer Verschluss
Für dauerhafte Abdichtung sind Stahlkappen mit Presspassung geeignet. Für temporären Schutz bei Transport und Lagerung sind weichere Kunststoff- oder Silikonkappen besser geeignet. - Temperatur- und Druckbereich prüfen
Bei erhöhten Temperaturen oder leichtem Überdruck wählen Sie eine Verschlusskappe, die für diese Bedingungen ausgelegt ist. Für hohe Drücke in Hydrauliksystemen sind geprüfte Verschlussschrauben erforderlich. - Dichtigkeit festlegen
Für ölführende Bereiche empfiehlt sich eine Verschlusskappe mit Dichtung (Gummi-/O-Ring am Außenumfang). Für trockene Anwendungen genügt eine einfache Blechkappe. - Einbautiefe und Wandstärke abstimmen
Stellen Sie sicher, dass die Einbautiefe zur verfügbaren Bohrungstiefe passt und die Wandstärke den mechanischen Anforderungen genügt.
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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Verschlusskappen
Wie werden Verschlusskappen montiert?
Verschlusskappen werden mit einem passenden Einpresswerkzeug (Dorn oder Hülse) gleichmäßig in die Bohrung eingepresst. Schlagartiges Eintreiben ohne geeignetes Werkzeug kann die Kappe verformen. Die Einpresstiefe sollte so gewählt werden, dass die Kappe bündig oder leicht unterhalb der Gehäuseoberfläche sitzt. Silikon- und Kunststoffkappen werden einfach übergestülpt oder eingerastet.
Welche Verschlusskappe aus Kunststoff ist die richtige?
Eine Verschlusskappe aus Kunststoff (PE, PP oder PA) eignet sich für korrosionsanfällige, lebensmittelnahe oder elektrisch isolierende Anwendungen sowie als Transportschutz. Plastik-Verschlusskappen sind leicht, kostengünstig und lassen sich meist wieder entfernen. Für dauerhafte, druckbelastete Verschlüsse sind Stahl- oder Edelstahlkappen vorzuziehen.
Wofür werden Silikon-Verschlusskappen verwendet?
Eine Silikon-Verschlusskappe ist flexibel und hitzebeständig (ca. −50 bis +200 °C). Sie wird vor allem als Maskierkappe beim Lackieren, Pulverbeschichten und Eloxieren sowie zum Schutz von Gewinden und Bolzen eingesetzt. Durch die Dehnfähigkeit deckt eine Größe häufig mehrere Durchmesser ab.
Gibt es Verschlusskappen in Zoll-Größen wie 1/2 oder 3/4 Zoll?
Ja. Im Hydraulik- und Sanitärbereich werden Gewinde-Verschlusskappen mit zölligem Anschluss eingesetzt, etwa als 1/2-Zoll- oder 3/4-Zoll-Verschlusskappe. Sie verschließen nicht genutzte Anschlüsse druckdicht. Maßgeblich sind Gewindeart und Nenngröße des zu verschließenden Anschlusses.
Für welche Drücke sind Verschlusskappen geeignet?
Einfache Blechverschlusskappen sind für leichte Überdrücke geeignet, etwa durch Wärmeausdehnung von Getriebeöl. Für höhere Drücke in Hydrauliksystemen oder Druckgehäusen müssen geprüfte Verschlussschrauben oder Hochdruckstopfen eingesetzt werden. Eine Verschlusskappe mit Dichtung erhöht die Dichtwirkung bei moderaten Drücken.
Welche Verschlusskappen eignen sich für den Lebensmittelbereich?
Im Lebensmittelbereich sind Verschlusskappen aus lebensmittelechtem Kunststoff (Polyethylen, PP) oder aus Edelstahl (1.4404 / V4A) geeignet. Die Werkstoffe müssen den einschlägigen Vorschriften wie FDA oder EU-Verordnung 10/2011 entsprechen.
Was ist der Unterschied zwischen Verschlusskappe und Wellendichtring?
Eine Verschlusskappe verschließt eine Bohrung oder einen Hohlraum vollständig – ohne Wellendurchführung. Ein Wellendichtring dagegen dichtet eine rotierende oder oszillierende Welle in einer Bohrung ab. Beide Dichtungstypen haben unterschiedliche Einsatzbereiche, ergänzen sich aber in der Praxis häufig.