Spannlager online kaufen
Spannlager (Y-Lager / Insert Bearings) in den Bauformen UC, YAR und 88500 – mit Madenschraube oder Klemmring zur einfachen Wellenfixierung. Selbstausrichtend, kombinierbar mit Stehlager- oder Flanschlager-Gehäuseeinheit. Marken-Qualität von SKF, FAG und INA – ab Lager lieferbar.
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E40-XL-KLL
Spannlager E40-XL-KLL vom Hersteller INA, zylindrischer Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig L-Dichtung
E40-XL-KRR
Spannlager E40-XL-KRR vom Hersteller INA, zylindrischer Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig R-Dichtung
E40-XL-KRR-B
Spannlager E40-XL-KRR-B vom Hersteller INA, zylindrischer Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig R-Dichtung
E45-XL-KLL
Spannlager E45-XL-KLL vom Hersteller INA, zylindrischer Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig L-Dichtung
E45-XL-KRR
Spannlager E45-XL-KRR vom Hersteller INA, zylindrischer Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig R-Dichtung
E50-XL-KLL
Spannlager E50-XL-KLL vom Hersteller INA, zylindrischer Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig L-Dichtung
E50-XL-KRR
Spannlager E50-XL-KRR vom Hersteller INA, zylindrischer Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig R-Dichtung
E60-XL-KRR
Spannlager E60-XL-KRR vom Hersteller INA, zylindrischer Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig R-Dichtung
E70-XL-KRR
Spannlager E70-XL-KRR vom Hersteller INA, zylindrischer Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig R-Dichtung
G1100-KRR-B-AS2/V
Spannlager G1100-KRR-B-AS2/V vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig R-Dichtung, zöllige Bohrung
G1104-KRR-B-AS2/V
Spannlager G1104-KRR-B-AS2/V vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig R-Dichtung, zöllige Bohrung
G1108-KRR-B-AS2/V
Spannlager G1108-KRR-B-AS2/V vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig R-Dichtung, zöllige Bohrung
G1110-KRR-B-AS2/V
Spannlager G1110-KRR-B-AS2/V vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig R-Dichtung, zöllige Bohrung
G1112-KRR-B-AS2/V
Spannlager G1112-KRR-B-AS2/V vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung durch Exzenterspannring, beidseitig R-Dichtung, zöllige Bohrung
GAY12-XL-NPP-B
Spannlager GAY12-XL-NPP-B vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung auf der Welle durch Madenschrauben, P-Dichtung auf beiden Seiten
GAY15-XL-NPP-B
Spannlager GAY15-XL-NPP-B vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung auf der Welle durch Madenschrauben, P-Dichtung auf beiden Seiten
GAY17-XL-NPP-B
Spannlager GAY17-XL-NPP-B vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung auf der Welle durch Madenschrauben, P-Dichtung auf beiden Seiten
GAY20-XL-NPP-B
Spannlager GAY20-XL-NPP-B vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung auf der Welle durch Madenschrauben, P-Dichtung auf beiden Seiten
GAY25-XL-NPP-B
Spannlager GAY25-XL-NPP-B vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung auf der Welle durch Madenschrauben, P-Dichtung auf beiden Seiten
GAY30-XL-NPP-B
Spannlager GAY30-XL-NPP-B vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung auf der Welle durch Madenschrauben, P-Dichtung auf beiden Seiten
GAY35-XL-NPP-B
Spannlager GAY35-XL-NPP-B vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung auf der Welle durch Madenschrauben, P-Dichtung auf beiden Seiten
GAY40-XL-NPP-B
Spannlager GAY40-XL-NPP-B vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung auf der Welle durch Madenschrauben, P-Dichtung auf beiden Seiten
GAY45-XL-NPP-B
Spannlager GAY45-XL-NPP-B vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung auf der Welle durch Madenschrauben, P-Dichtung auf beiden Seiten
GAY50-XL-NPP-B
Spannlager GAY50-XL-NPP-B vom Hersteller INA, balliger Außenring, Befestigung auf der Welle durch Madenschrauben, P-Dichtung auf beiden Seiten
Spannlager
Spannlager – international auch als Y-Lager oder insert bearings bezeichnet – sind einbaufertige Lagereinheiten auf Basis eines Rillenkugellagers mit verbreitertem Außenring und sphärischer (kugelförmiger) Außenringaußenfläche. Diese spezielle Geometrie lässt sich passgenau in eine sphärisch ausgeführte Stehlager-Gehäuseeinheit oder Flanschlager-Gehäuseeinheit einrasten – das Ergebnis ist eine selbstausrichtende, einbaufertige Y-Lager-Einheit nach DIN 626-3.
Bei Antriebstechnik.shop finden Sie Spannlager in den gängigen Bauformen UC, YAR und 88500 mit Madenschrauben oder Klemmring zur Wellenfixierung – in Wellenpassungen von rund 12 mm bis 90 mm und sowohl in Standardstahl als auch in Edelstahl-Ausführung. Ergänzend bieten wir Pendelkugellager als selbstausrichtende Alternative bei größeren Wellen-Fluchtfehlern, Rillenkugellager als klassische Wellenlagerung mit Presspassung sowie passendes Spannhülsen-Zubehör.
Was sind Spannlager?
Ein Spannlager (englisch insert bearing oder Y-bearing) ist im Kern ein einreihiges Rillenkugellager mit zwei besonderen Konstruktionsmerkmalen: einem verbreiterten Innenring zur Aufnahme der Wellenbefestigung (Madenschrauben oder Klemmring) und einem Außenring mit kugelförmiger Außenkontur. Diese sphärische Außenfläche ist die Grundlage für die selbstausrichtende Eigenschaft in der zugehörigen Gehäuseeinheit.
In der Praxis wird das Spannlager fast immer in eine vorgefertigte Gehäuseeinheit eingebaut. Das fertige Modul aus Spannlager + Stehlager- oder Flanschlager-Gehäuseeinheit bezeichnet man auch als Y-Lager-Einheit oder Gehäuselagereinheit. Diese Y-Lager-Einheit kann direkt mit wenigen Schrauben am Maschinenrahmen montiert und durch Anziehen der Madenschrauben oder Klemmringe auf einer glatten Welle fixiert werden – ohne Wellenabsatz, ohne Presspassung, ohne aufwendige Bearbeitung.
Spannlager sind beidseitig abgedichtet (typischerweise 2RS) und auf Lebensdauer mit Fett gefüllt. Sie kommen typischerweise dann zum Einsatz, wenn schnelle Montage, einfache Wartung und Toleranz gegenüber leichten Fluchtungsfehlern wichtiger sind als höchste Drehzahlen oder Präzision.
Bauformen: UC, YAR, 88500-Serie und SB
Die wichtigste Einteilung von Spannlagern erfolgt über die Befestigungsart auf der Welle und die Hersteller-Bauformen-Bezeichnung. Welche Variante für welche Anwendung passt, hängt vor allem von Drehrichtung, Vibrationsbelastung und Wellendurchmesser ab.
UC-Bauform – Madenschrauben-Befestigung
Die UC-Bauform ist die weltweit am meisten verbreitete Spannlager-Variante. Charakteristisch sind zwei radiale Madenschrauben (Set-Screws) im verbreiterten Innenring, die das Lager auf der Welle fixieren. Die UC-Bauform stammt ursprünglich von NTN und wird heute von sämtlichen Markenherstellern (FAG, INA, SKF u. a.) angeboten. Vorteil: einfache Montage und niedrige Kosten. Nachteil: bei wechselnder Drehrichtung kann sich das Lager auf der Welle lösen – in solchen Fällen ist die YAR-Bauform überlegen.
YAR-Bauform – Klemmring (SKF-Spezial)
Bei der YAR-Bauform von SKF erfolgt die Wellenfixierung über einen exzentrischen Klemmring. Das ist die gleiche Lösung wie beim klassischen Exzenter-Spannlager: Der Klemmring wird auf den verlängerten Innenring aufgeschoben und in Wellendrehrichtung verspannt. Vorteil: zuverlässiger Sitz auch bei wechselnder Drehrichtung und Vibrationen. SKF-Bezeichnung: YAR 207-2F (mit Schmiernippel), YAR 207-2RF (zusätzlich mit Korrosionsschutz).
88500-Serie – Madenschrauben-Variante
Die 88500-Serie ist eine erweiterte Spannlager-Reihe mit Madenschrauben ähnlich der UC-Bauform, aber mit größerem Innenring-Überstand auf einer Seite. Sie wird typischerweise dort eingesetzt, wo größere Toleranzen bei der Wellenposition gefordert sind. INA-typische Varianten dieser Bauart finden sich unter den Bezeichnungen GE, GRAE, RAE, RALE oder GYE – mit unterschiedlichen Lagerkörpern und Klemmprinzipien.
SB-Bauform – Spannhülsen-Befestigung
Die SB-Bauform verwendet eine konische Spannhülse mit Mutter zur Wellenfixierung. Der konische Innenring sitzt auf der Spannhülse, die durch Anziehen der Mutter auf der Welle verspannt wird. Diese Variante eignet sich für größere Wellendurchmesser und höhere Belastungen. Sie ist seltener im Standardsortiment, kommt aber im Schwermaschinenbau und in der Land- und Landwirtschaftstechnik zum Einsatz.
Selbstausrichtung und Wellenfluchtfehler
Eine der wichtigsten Eigenschaften des Spannlagers ist die Selbstausrichtung. Möglich wird sie durch die kugelförmige (sphärische) Außenringfläche, die in einer ebenfalls sphärisch ausgeführten Aufnahmefläche der Gehäuseeinheit liegt. Innen- und Außenring können sich dadurch im Gehäuse winklig zueinander bewegen – wie ein Kugelgelenk im Kleinformat.
Typische ausgleichbare Winkelfehler liegen bei 1° bis 3°, abhängig vom konkreten Lagertyp und Hersteller. Damit kompensiert das Spannlager statische Fluchtungsfehler zwischen mehreren Lagerstellen auf einer gemeinsamen Welle – etwa bei langen Förderwellen, bei denen mehrere Stehlager-Gehäuseeinheiten auf einem Maschinenrahmen montiert sind und kleine Toleranzen in der Bohrungsausrichtung vorliegen.
Wichtig: Die Selbstausrichtung des Spannlagers ist ein statischer Ausgleich – sie kompensiert einmalige Aufstell-Toleranzen, jedoch keine dynamischen Wellenbiegungen oder schnell wechselnden Winkelfehler im Betrieb. Für dynamische Fluchtfehler unter Last sind Pendelkugellager oder Pendelrollenlager besser geeignet.
Bezeichnungen, Suffixe und Materialien
Die Spannlager-Bezeichnung folgt dem klassischen Wälzlager-Schema: Bauform-Bezeichnung + Reihe + Bohrungskennzeichen + Suffix. Beispiel UC205 – UC-Bauform, Reihe 2, Bohrungskennzeichen 05 (5 × 5 = 25 mm Wellendurchmesser). Die folgende Tabelle zeigt typische Bezeichnungen im Vergleich:
| Bezeichnung | Bauform | Bohrung | Befestigung |
|---|---|---|---|
| UC205 | UC (NTN/FAG) | 25 mm | Madenschrauben |
| UC207 | UC (NTN/FAG) | 35 mm | Madenschrauben |
| YAR 205-2F | YAR (SKF) | 25 mm | Klemmring (Exzenter) |
| YAR 207-2F | YAR (SKF) | 35 mm | Klemmring + Schmiernippel |
| RAE25-NPP-B | 88500 (INA) | 25 mm | Madenschrauben |
| SSUC205 | UC, Edelstahl | 25 mm | Madenschrauben (Niro) |
| SB204 | SB | 20 mm | Spannhülse |
Faustregel für metrische Bohrungen: Bohrungskennzeichen × 5 = Wellendurchmesser in Millimetern – gilt für alle Bohrungskennzeichen ab 04 (UC204 = 20 mm). Suffixe wie 2F (Schmiernippel), 2RF (Schmiernippel + Korrosionsschutz), NPP (Standardabdichtung INA) oder SS / Niro (Edelstahl) ergänzen die Bezeichnung.
Standardmäßig bestehen Innen- und Außenring sowie die Wälzkörper aus Wälzlagerstahl 100Cr6. Für korrosionsbelastete Anwendungen, etwa in der Lebensmittel- oder Pharma-Industrie, sind Edelstahl-Spannlager (Suffix SS oder SSUC, oft auch als „Niro“ bezeichnet) verfügbar – mit rostfreien Madenschrauben oder Klemmringen und lebensmittelverträglicher Schmierung.
Anwendungen von Spannlagern
Spannlager sind die erste Wahl, wenn schnelle Montage, einfache Wartung und Toleranz gegenüber leichten Wellenfluchtfehlern gefragt sind. Sie werden typischerweise in Verbindung mit einer Gehäuseeinheit (Stehlager- oder Flanschlager-Modul) eingebaut.
Typische Einsatzbereiche sind:
- Fördertechnik
Bandförderer, Schneckenförderer und Materialhandling-Anlagen sind das klassische Anwendungsfeld. Glatte Förderwellen, mehrere Lagerstellen mit Toleranz, schnelle Montage durch Madenschrauben – Spannlager passen ideal zu diesen Anforderungen. - Lüfter und Gebläse
In Industrie-Ventilatoren, Belastungslüftern und Gebläsen werden Spannlager auf der Lagerseite des Antriebs eingesetzt. Die Selbstausrichtung kompensiert die thermisch bedingten Fluchtfehler bei wechselnden Betriebstemperaturen. - Landwirtschaftliche Maschinen
In Erntemaschinen, Heuwendern, Rotationseggen und Sämaschinen ist die einfache Montage und Wartbarkeit unter rauen Bedingungen entscheidend. Madenschrauben-Befestigung erlaubt schnellen Wechsel im Feld, Edelstahl-Versionen widerstehen Schmutz und Spritzwasser. - Lebensmittel- und Getränkeindustrie
Edelstahl-Spannlager (SSUC oder S-UC) mit lebensmittelverträglichem Fett kommen in Füll- und Verpackungsanlagen, Behälterförderern und Reinigungsanlagen zum Einsatz. Hygienische Reinigbarkeit und Korrosionsbeständigkeit sind hier Pflicht. - Verpackungsmaschinen und Holzbearbeitungsmaschinen
In Umlenkrollen, Antriebstrommeln und Vorschubwellen kommen Spannlager überall dort zum Einsatz, wo Wellen ohne aufwendige Bearbeitungsschritte gelagert werden müssen. - HVAC-Anlagen und Lüftungstechnik
Kläranlagenbelüfter, Industriedunsthauben und Lüftungsventilatoren nutzen Spannlager-Einheiten für die einfache und wartungsarme Lagerung der Antriebswellen.
Für Anwendungen mit hohen Präzisionsanforderungen, sehr hohen Drehzahlen oder hohen Axiallasten sind Spannlager nicht das Mittel der Wahl. Hier kommen präzisionsbearbeitete Lagerstellen mit Rillenkugellagern, Schrägkugellagern oder Spindellagern in Presspassung zum Einsatz.
Auswahlhilfe: So finden Sie das passende Spannlager
Die Auswahl eines Spannlagers folgt einer einfachen Logik: Wellendurchmesser → Befestigungsart → Gehäusebauform → Material. Bei Antriebstechnik.shop können Sie das Sortiment gezielt nach Wellenpassung, Bauform und Material filtern.
Die folgenden Kriterien helfen bei der Auswahl:
- Wellendurchmesser
Das primäre Auswahlkriterium. Spannlager sind üblich von 12 mm bis 90 mm Bohrung, mit Faustformel: Bohrungskennzeichen × 5 = Wellen-Ø in mm (UC205 = 25 mm). - Befestigungsart
Madenschrauben (UC, 88500) für konstante Drehrichtung, Klemmring (YAR) bei wechselnder Drehrichtung oder starken Vibrationen, Spannhülse (SB) bei größeren Wellen oder schweren Lasten. - Gehäuseeinheit (entscheidend!)
Spannlager werden in der Regel mit einer Gehäuseeinheit kombiniert. Prüfen Sie zuerst, ob eine Stehlager-Gehäuseeinheit (Bodenmontage) oder Flanschlager-Gehäuseeinheit (Wand- oder Stirnseiten-Montage) zur Konstruktion passt. - Material und Korrosionsschutz
Standard 100Cr6-Wälzlagerstahl für normale Industrieanwendungen, Edelstahl (SS / Niro) für Lebensmittel-, Getränke-, Pharma- und Outdoor-Anwendungen. - Schmierungskonzept
Standard ist 2RS-Abdichtung mit Lebensdauer-Fettfüllung. Bei langen Einsatzzeiten oder hoher thermischer Belastung lohnt sich die Variante mit Schmiernippel (Suffix 2F / 2RF) zur Nachschmierung. - Drehzahlgrenze
Spannlager sind nicht für Hochdrehzahlanwendungen ausgelegt. Faustregel: bis ca. 50 % der Grenzdrehzahl eines vergleichbaren Rillenkugellagers gleicher Reihe. Für höhere Drehzahlen ist ein klassisches Rillenkugellager in Presspassung vorzuziehen.
Wenn Sie unsicher sind, welche Bauform und Gehäusekombination zu Ihrer Konstruktion passt, beraten wir Sie gerne – gerade die Kombination Spannlager + Gehäuseeinheit ist der entscheidende Konstruktions-Hebel für eine zuverlässige Y-Lager-Einheit.
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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Spannlagern
Was ist der Unterschied zwischen einem Spannlager und einem Y-Lager?
Spannlager und Y-Lager bezeichnen die gleiche Bauart. Y-Lager ist die englisch-international übliche Bezeichnung (englisch Y-bearing oder insert bearing), Spannlager die deutsche Branchenbezeichnung. Beide Begriffe meinen ein Rillenkugellager mit verbreitertem Außenring und sphärischer Außenringaußenfläche, das in eine Stehlager- oder Flanschlager-Gehäuseeinheit eingebaut wird.
Welche Befestigungsarten gibt es bei Spannlagern?
Drei Hauptvarianten sind üblich: Madenschrauben (UC- und 88500-Bauform – einfach und kostengünstig), Klemmring bzw. Exzenterring (YAR-Bauform von SKF – vibrationssicher) und Spannhülsen (SB-Bauform – für glatte Wellen ohne Bearbeitung). Die Wahl hängt von Drehrichtung, Vibrationsbelastung und Wellendurchmesser ab.
Sind Spannlager selbstausrichtend?
Ja. Die sphärische (kugelförmige) Außenfläche des Außenrings rastet in der ebenfalls sphärischen Aufnahme der Gehäuseeinheit ein. Dadurch gleichen Spannlager statische Wellenfluchtfehler von typischerweise 1° bis 3° aus – ein wichtiger Vorteil bei langen Wellen oder Förderanwendungen, bei denen exakte Ausrichtung der Lagerstellen schwierig ist.
Was bedeuten die Bezeichnungen UC205, YAR207 oder UC207?
Die Zahl nach der Bauform-Bezeichnung gibt die Maßreihe und das Bohrungskennzeichen an. UC205 = UC-Bauform, Reihe 2, Bohrung 05 × 5 mm = 25 mm Wellendurchmesser. UC207 entsprechend 35 mm Bohrung. YAR207 ist das funktionsgleiche SKF-Spannlager mit Klemmring statt Madenschraube. Bohrungskennzeichen × 5 = Wellendurchmesser in Millimetern.
Brauche ich für ein Spannlager zwingend ein Gehäuse?
In den meisten Fällen ja – Spannlager sind speziell für den Einbau in Stehlager- oder Flanschlager-Gehäuseeinheiten konstruiert. Erst die Kombination aus Spannlager und Gehäuse ergibt die einbaufertige Y-Lager-Einheit. Spannlager allein können in Sonderfällen direkt in eine sphärisch ausgeführte Gehäusebohrung montiert werden, der Regelfall ist aber die Kombination mit einer fertigen Gehäuseeinheit.
Gibt es Spannlager aus Edelstahl?
Ja. Edelstahl-Spannlager (Suffix SS oder SSUC) werden in der Lebensmittel-, Pharma- und Getränkeindustrie eingesetzt, wo Korrosionsbeständigkeit und Reinigbarkeit gefordert sind. Innen- und Außenring sowie die Madenschrauben oder Klemmringe bestehen aus rostfreiem Wälzlagerstahl, oft mit lebensmittelverträglichem Fett gefüllt.
Welche Norm regelt Spannlager?
Spannlager (Y-Lager) sind in DIN 626-3 sowie international in der Norm JIS B 1558 (Japan, weltweit verbreitet) genormt. Die Maßreihen sind weitgehend austauschbar zwischen Herstellern wie SKF, FAG, INA und NTN, sodass UC205 oder YAR207 unabhängig vom Hersteller die gleichen Hauptmaße haben.